Logo facebook Logo Twitter Logo YouTube Logo RSS Logo YouTube Logo Instagram

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:

Amt für Öffentlichkeitsarbeit
Marktplatz 10
69117 Heidelberg
Telefon 06221 58-12000 und 58-12010

Zur Ämterseite

Logo: Pressestelle des Jahres 2016 - Die Auszeichnung des Bundesverbandes Deutscher Pressesprecher

Pressestelle des Jahres
Die Stadt erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Politik/ Verwaltung für Kommunikationsarbeit zum Thema Menschen auf der Flucht. Eine Fachjury würdigte die transparente und bürgernahe Informationspolitik der Stadt. mehr dazu

Bildung und Heterogenität: Bildungsbeirat diskutierte über Herausforderungen und Chancen für Heidelberg

Die Zuwanderung Asylsuchender und die gesetzliche Regelung schulischer Inklusion führen zu einer wachsenden Heterogenität an Schulen. Mit den Herausforderungen und Chancen dieser Entwicklung beschäftigte sich der Bildungsbeirat bei seiner Sitzung am Mittwoch, 13. Juli 2016, im Bürgerhaus Emmertsgrund.

Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner beleuchtete die beiden großen Themenfelder Inklusion und Integration mit Blick auf die Situation in Heidelberg. Etwa ein Drittel der Heidelberger Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund. Dr. Würzner betonte die Wichtigkeit der flächendeckenden Sprachförderung, damit diese Kinder den bestmöglichen Bildungsabschluss erreichen können. In Heidelberg beträgt die Schulabbrecherquote 1,7 Prozent – eine der geringsten Quoten deutschlandweit. Dies zeige, dass in Heidelberg nahezu gleiche Chancen auf einen Bildungsabschluss, unabhängig von der sozialen Herkunft eines Kindes, bestehen. Um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen, sind weiterhin hohe Investitionen nötig: In Heidelberg flossen zwischen 2007 und 2014 rund 150 Millionen Euro in Schulsanierungen. In die Kinderbetreuung investierte die Stadt 2016 fast 70 Millionen Euro.

Vittorio Lazaridis, Präsident der Abteilung Schule und Bildung des Regierungspräsidiums Karlsruhe, stellte fünf zentrale Thesen zur Heterogenität im Bereich der schulischen Bildung auf:

  • Interkulturelle Schulentwicklung ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit, da die Zuwanderung ausländischer Personen nach Deutschland so hoch ist wie nie zuvor.
  • Inklusion ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit, da sich die Ansprüche an Teilhabe in unserer Gesellschaft weiterentwickelt haben. Inklusion geht uns alle etwas an.
  • Die Leitperspektive des Bildungsplans „Bildung für Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt“ ist wichtiger denn je, denn unsere Gesellschaft ist zunehmend von Komplexität und Vielfalt geprägt.
  • Die Kommunen müssen auch Verantwortung übernehmen und investieren, denn eine gute Schule schafft das Land alleine nicht. Heidelberg geht hierbei vorbildlich vor.
  • Der Kompetenzzuwachs durch außerschulische Partner ist von unschätzbarem Wert, da sie für die Kinder und Jugendlichen authentische Anlaufstellen sind.

Die Impulse aus dem Bildungsbeirat werden nun in fachbezogenen Arbeitskreisen und Netzwerken weiter vertieft.

Hintergrund

Der Bildungsbeirat ist ein wichtiger Ideen- und Impulsgeber für die Bildungsregion Heidelberg. Im Beirat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Joachim Gerner sitzen Vertreterinnen und Vertreter der Träger von Kindertagesstätten, Elternbeiräte, Wohlfahrtsverbände, Jugendhilfe, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Beirat wurde am 20. Juli 2010 gegründet und tagt einmal im Jahr.